IG Detailhandel Starker Franken

IG Detailhandel Starker Franken

Einleitung

Die anhaltende Frankenstärke sowie Wettbewerbs- und Standortnachteile belasten das Schweizer Gewerbe und den Detailhandel. Überhöhte Preise im Vergleich zum angrenzenden Ausland fördern ökonomisch und ökologisch bedenkliche Auslandeinkäufe. Dazu trägt auch der Online-Handel bei – gemäss VSV-Studie summiert sich der Betrag von Online- und Versandhandel 2017 auf rund 8.6 Mrd. Schweizer Franken.

Frankenstärke und überhöhte Importpreise

In Kürze

Der Schweizer Detailhandel hat unter der Frankenstärke von 2015 stark gelitten. Auch wenn sich die Wechselkurssituation inzwischen leicht gebessert hat, ist der Druck auf den Schweizer Detailhandel nach wie vor gross. Die Politik ist deshalb weiter gefordert, die Interessen der Schweizer Wirtschaft und der Konsumentinnen und Konsumenten zu berücksichtigen und Wettbewerbsverzerrungen zu den Nachbarländern wirksam zu bekämpfen. 

Die Schweizer Detailhändler haben in den letzten Jahren ihre Preise massiv gesenkt. Die im Vergleich mit dem Ausland hohen Schweizer Preise sind aber auch politisch so gewollt. 


Auslandeinkäufe

In Kürze

Die Aufhebung der Euro-Untergrenze beim Wechselkurs von 2015 hat dazu geführt, dass sich die bestehende Preisdifferenz zwischen der Schweiz und ihren Nachbarländern auf einen Schlag stark vergrösserte. In der Folge kauften markant mehr Konsumentinnen und Konsumenten aus der Schweiz im nahen Ausland ein. 

Die GfK-Studie "Auslandeinkäufe 2012" zeigte erstmals, welche und wie viele Güter tatsächlich im Ausland eingekauft werden. Dank der Folgestudie von 2015 zeigte sich, dass der Einkaufstourismus stark angestiegen ist und das Rekordniveau von rund 10 Mrd. Franken erreicht hat. 

Die neusten Studien (CS-Retail-Outlook, Studie von Gfk und VSV) zeigen, dass sich die Auslandeinkäufe seither auf sehr hohem Niveau stagnieren.


Fairness bei der MWST

In Kürze

Die Mitglieder der IG Detailhandel setzen sich für eine konsumentenfreundliche Steuerpolitik ein. Gegen neue oder höhere Steuern und Abgaben haben sie generell Vorbehalte, da diese den Einkaufstourismus fördern. Vor allem aber verlangt die IG Detailhandel Fairness: Zum einen sollen Konsumentinnen und Konsumenten, die im Ausland einkaufen, nicht mehr vorn einem gänzlich MWST-befreiten Konsum profitieren können. Zum anderen ist auch bei ausländischen Online-Shops, die in die Schweiz liefern, auf eine korrekte Abgabe der MWST zu achten.